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Heidentum - die Grundlagen
Die Grundlagen |
Was ist Heidentum |
Natur
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Polytheismus |
Die Göttin
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Andere Merkmale
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Modernes Heidentum
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Die vielen Gottheiten des Heidentums sind Ausdruck der Vielfältigkeit der Natur. Einige Heiden verstehen die Göttinnen und Götter als Gemeinschaft von Individuen, ähnlich der vielfältigen menschlichen Gemeinschaft auf dieser Welt. Andere, wie z.B. die Anhänger von Isis und Osiris seit der Antike und dem Wicca anhängende Heiden unserer modernen Zeit, sehen alle Göttinnen als eine Grosse Göttin und alle Götter als einen Grossen Gott, deren Beziehung zueinander das Geheimnis des Universums darstellt.
Wieder andere glauben an ein höchstes göttliches Prinzip, das "Zeus genannt werden will und auch wieder nicht", wie schon Heraklith im 5. Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung schrieb, oder welches die Grosse Mutter aller Götter ist, wie Apuleius Isis im 1. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung bezeichnete - und wie viele Heiden die Grosse Göttin heute sehen. Wieder andere, wie der römische Kaiser Julian, der grosse Verfechter des Heidentums in der christlichen Antike, und viele Hindu-Mystiker heute, glauben an ein abstraktes Oberstes Prinzip, den Ursprung und die Quelle allen Seins. Doch selbst jene erkennen an, dass es andere spirituelle Wesenheiten gibt, welche vielleicht eins sein mögen mit jenem höchsten Wesen, aber dennoch göttlich und weder falsche noch zersplitterte Götter.
Heiden, welche das Eine verehren, werden Henotheisten genannt. Sie sind Anhänger eines Obersten Göttlichen Prinzips, und nicht etwa Monotheisten, welche nur an einen wahren Gott glauben, neben dem alle anderen Götter falsch sind.
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