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Heidentum - Andere Merkmale
Die Grundlagen | Was ist Heidentum | Natur | Polytheismus | Die Göttin | Andere Merkmale | Modernes Heidentum |

Die vielen göttlichen Wesenheiten heidnischer Religionen schliessen oft auch Ahnengötter ein. Die angelsächsischen Königshäuser Englands führten ihren Stammbaum auf einen Gott zurück, üblicherweise Wotan, und die keltischen Könige von Cumbria stammten von dem Gott Beli und der Göttin Anna ab. örtliche und nationale Helden und Heldinnen konnten vergöttlicht werden, wie das bei Julius Caesar der Fall war, und in allen heidnischen Gesellschaften werden auch die Hausgottheiten verehrt. Unter diesen können auch die Ahnen sein und - eine Zeit lang - kürzlich verstorbene, welche sich vielleicht noch nicht dazu entschlossen haben, die Welt der Lebenden endgültig zu verlassen. Unter ihnen können die Geister des Ortes sein, entweder als personifizierte Wesen wie der Geist einer Quelle oder eine Hauskröte oder Schlange als Wächter, aber auch als Gruppen von Wesenheiten, wie die Elfen Englands, das Kleine Volk Irlands, die Kobolde in Deutschland, die Barstuccae in Litauen, die Laren und Penaten des antiken Rom, und so weiter. Ein Hausschrein ist Zentrum der Verehrung dieser Wesen und üblicherweise findet ein jährliches Ritual zu ihren Ehren statt. Der Geist des Herdes wird oft verehrt, manches Mal mit täglichen Speis- und Trankopfern, manches Mal mit einem jährlichen Ritual, bei welchem das Feuer gelöscht und wieder angezündet wird. Durch Ahnenverehrung und Haus-Kult wird die Kontinuität erhalten und durch die Weitergabe von Merkmalen und Ritualen aus der Vergangenheit erhält die Zukunft ihre Bedeutung.

Daher ist nicht alles an heidnischen Religionen öffentlich, vieles spielt sich im Hause ab. Und nicht alle heidnischen Gottheiten sind menschenähnliche überwesen, viele sind elementar oder kollektiv. Wir haben hier eine Religion, welche das ganze normale alltägliche Leben durchzieht.

Eine Folge der Verehrung der Natur, der Sichtweise, dass die Natur eine Manifestation des Göttlichen ist, und kein neutrales oder unbelebtes Objekt, ist, dass Weissagung und Magie akzeptierte Teile des Lebens sind.

Magie, das absichtliche Erzielen von Resultaten in dieser Welt mit Mitteln der Anderswelt, wird in heidnischen Gesellschaften generell als machbar akzeptiert, weil geglaubt wird, dass die beiden Welten in ständiger Kommunikation stehen. Im alten Rom hat eine Braut die Türpfosten ihres neuen Heims zeremoniell mit Wolfsfett gesalbt, um Hungernot fernzuhalten, und ihrem Neugeborenen ein gesegnetes Amulett umgehängt, um es vor schädlichen Geistern zu beschützen. Die nordischen Krieger der Wikingerzeit warfen magische Kriegsfesseln nach ihren Feinden, um sie zu lähmen. Angelsächsische Manuskripte enthalten Sprüche für Heilung und Fruchtbarkeit. Spezielle magische Praktikanten wie Pferdeflüsterer oder Heiler gibt es in allen heidnischen Gesellschaften. Die Ausübung von Magie zur unfairen persönlichen Bereicherung oder um anderen zu schaden war verboten, so wie physische Ausbeutung und Angriffe überall verboten sind.